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Am Rande des Seins

 

Am Rande des Seins

                         schmerzt die Zeit.

Auf dem Sand wie abgebrochene Zelte

Liegen wir in Kleidern windbewegt

Und die Wellen hinter Barcelona

Türmen ihr sandiges Salz wie ein Haus,            

Spülen deine Tränen über Vergangenheit

Und das Morgen von deiner Haut.

 

Heute heißt leben

                                sich entfernen.

Ein Duft von männlichem Feuer

Mischt sich mit Ungewissheit und Begehren.

Ein leichter Schritt verspricht sanften Ton

Mit zärtlichem Wort und Bewegung,

Aber das Rot der Dahlien feuchte Kühle.

 

Im Regen am Strand

                   südlich von Barcelona

 

 

Später

 

Wenn der Tod mich einst

Von deiner Seite entführt

Wirst du sehr allein sein.

Jeder Mensch ist manchmal einsam.

 

Aber ich werde dir

Ein Lächeln senden

Mit jedem Sonnenstrahl,

Der vor deine Füße fällt.

 

Wenn Regen an dein Fenster klopft,

Sende ich dir

Eine Träne des Glücks

Dich gekannt zu haben.

 

In jedem Wind, der deine Haare zaust,

Werden meine Finger sein

Und wenn du einen Stern siehst,

werde ich dir zublinzeln.

 

So wirst du oft an mich denken

Und ich werde weiterleben

In deiner Erinnerung,

Dann bist du nie wirklich allein.

 

 

Industrielles Ballungsgebiet

 

Das wegezerschnittene Land

liegt menschenüberwimmelt.

Gewebt wie in ein Netz

hängt Wohnungswabe an Wabe,

drin eingesponnen Einsame.

Herauskriechend

vermauern sie ihr Loch

und hängen hoch in den Weben.

 

Kein Grün ohne Leute

wohin man schaut

überlaut

manch Brüllen und Prahlen.

Kein Fleckchen Erde,

das etwas gewährt.

Immer wieder ein Fahrender,

der dich fast überfährt.

Du hängst in den Weben

und kriegst dich nicht los,

und wenn du sie schneidest,

dann fällst du bloß

wieder auf Waben und Wege.