Willkommen

GERELCArds -

virtuelles Postamt

Linkseite

Impressum

Gedichte1

Gedichte2

Gedichte3

Gedichte4

Gedichte5

Gedichte6

Kurzgeschichten

 

Gallery

GallerySaal1

GallerySaal2

GallerySaal3

GallerySaal4

GallerySaal5

GallerySaal6

GallerySaal7

 

NaturundGarten

Schmetterlinge

Neue Fotos

Mein Hund

Sita

Frühling

Sterben

Abschied

Trauerfeier

Schmerz

Gedenktafel

Tiere betrauern

 

Zurück zum Seitenanfang

 

Gedichte 4

aus "Entfernungen", Eigenverlag 1993

aus "Mein Kredo", Eigenverlag 1999

aus Entfernungen", 1993

kleines Seidenbild

Falterflug

Moselschleife

Am Rande des Seins

Am Rande des Seins
schmerzt die Zeit.
Auf dem Sand wie abgebrochene Zelte
Liegen wir in Kleidern windbewegt
Und die Wellen hinter Barcelona
Türmen ihr sandiges Salz wie ein Haus,
Spülen deine Tränen über Vergangenheit
Und das Morgen von deiner Haut.

Heute heißt leben
sich entfernen.
Ein Duft von männlichem Feuer
Mischt sich mit Ungewissheit und Begehren.
Ein leichter Schritt verspricht sanften Ton
Mit zärtlichem Wort und Bewegung,
Aber das Rot der Dahlien feuchte Kühle.

Im Regen am Strand
südlich von Barcelona



Nach-Wende-Zeit

Die Worte haben sich geändert,
Sie stehen nur noch für sich.
Die Zeile zwischen den Zeilen
Wird nun für lange leer bleiben.

Die Sprache ist hohler geworden,
Aber nicht unverstellter, nicht nackt.
Weh dir, wenn du frei sprichst!
Die Gesellschaft ist prinzipiell verlogen,

Auch die Beziehungen der Geschlechter
Und das, was schwingt zwischen Menschen.
Hier und jetzt lebt jeder nur sich selbst.
Wer denkt schon noch der Zukunft aller?

Wichtig ist der eigene Himmel-Hinterhof.
Sogar die Partnerschaften regeln nur
Die Freiheiten für die Einzelnen...
Die Werte haben sich gewendet



Distanz

Zwischen dir und mir: Fremdheit,
Lachen, Hohn - unüberbrückbar.

Furcht vor dem Anderen
Sitzt tief innen.

Schau tapfer Unbekanntes an
Und ertrag es.

Fremd sind wir selbst uns und
Überall anderswo auf Erden.

Sogar dein Bruder nach Jahren
Sieht dich aus fremden Augen an.

Und wo willst du bleiben,
Falls er dir nach dem Leben trachtet?

Lass uns
Brückenbauer werden.


 

 

 

 

 Zurück zum Seitenanfang     Gedichte         



//:Die Mutter Nacht
senkt ihr samtblaues Tuch
über Busch, über Baum,
über Flur, über Fluss.

Die Mutter Nacht
senkt ihr samtblaues Tuch
über Wald, über Weg,
über alles, was lebt
und des Schlafes bedarf.://

Heilige Nacht, die du das Dunkel bringst,
decke uns sanft,
wecke uns mild.
Samtblaue Nacht, lass uns voll träumen sein,
schonend und sacht,
behutsam gelind.

Träume voll Sonnenschein,
Träume für Weisung -
send uns Erkenntnis zu,
schaff Resonanz.




Modellierton

Wenn der Ton mit seinem Schmatzen
mich umfängt wie Bärentatzen,
der Geruch von Erd und Sand
seinen Weg zur Nase fand,
wenn von meiner warmen Haut
Krümel auf den Boden fallen
und die Zunge, Lippen, laut
einen Schöpfungszauber lallen,
wenn bald tadelnd, wenn bald froh
meine Augen drübergehen
ist aus Erdenklumpen roh
neuer Schöpfungsakt geschehen.
Wenn ich`s dann zusammenklatsche,
weil es dennoch nicht gefiel,
hilft mir eines aus der Patsche:
Schöpfung ist auch immer Spiel.





Atem schöpfen

Solange die Merle singt und schreit,
nahe am Boden flattert, nach Erdbeeren giert,
im Birnbaum brütet und Junge aufzieht,
solang ich sie höre und manchmal
freut mich das auch, steht die Welt,
dreht sich und Kinder spielen.
Solange die Jahreszeiten mich noch berührn,
denke ich, hat mich das Aus noch nicht
ganz; bleibt mir noch Zeit, mich zu wandeln
aus eigener Kraft vielleicht






Scheiden

Steh als Weide am Bach
Wünsch mir fort zu gehn
Halte die Zweige wie Sehnen
Hinein, fließen schon
Reiß aus dem Boden
Die Wurzeln mir
Falle
Brückig von Ufer zu Ufer

Seh da liegen, was war
An mir hart und hohl
Wurzle am Ufer, dem neuen
Treibe frischen Saft Weide
Mitten im Leben ein Neubeginn
Doch nicht völlig anders
Ich war und bin ich
Was ich auch werde.



Home

 


Zwischen Herbst und Winter

Schneewehen kalter Wege
Wo doch die Winter nur regnen
Wo Winde und Nebel wechseln
Mit dem Gekrächz der Vögel

Herbstbuchenrot und Eichblattgelb
Wärmen die Landschaft
Für zwei Monat im Jahr
Sonst Bodenverwerfung und Wasserscheide

Das drängt die zitternde Seele abseits
Wo Frost nicht Frust frostet
Die Sonne nicht wärmt noch ein Herd
Da ist nichts wirklich

Kein Bett nirgends deckt
Ruhe singt hinter Ohrstöpseln
Glänzt kleine Freude auf im Wort

Sprechen mit Baum, Haus und mit dir
Blättern in Zeilen und Zungen
Wie in gedruckten Freunden


Zwischen Ton und Ton

Beherrschung der Stimme. Selbst-
Darstellung in Ton und Gebärde.

Fremdheit im Sprachklang lässt aufmerken.
Zwischen Neugier und Ablehnung schwanken.

Wohin neigt sich die Stimmung wieder?
Wohlgelitten nur im eigenen Nest?

Sprachlosigkeit vor der Barbarei?
Mitten drinnen, oh mitten drinnen.

Das Wort - dein erlösendes Wort - gib
Wärme in deinen Ton und Geneigtheit.

Denn zwischen Ton und Ton schwingen
Die Chancen für alle ANDEREN.



Zwischen Freunden

Soviel Verhaltensein schwingt
zwischen dir und mir
Unsägliche Nähe. Schweigen.
Mehr geht nicht.

Wenn jemand das Sagen hat,
sich ermächtigt,
Mag es Sorgen geben,
ob er auch hört.

Zwischentöne ermutigen
oder versagen
Flügel über dem Abgrund
Leben. Auftrieb.

Ich fliege wie eine
Schneeflocke im Sturm.
Wird er stille, sinke ich
wieder zu dir schweigend.

Lass mich sein. In Wort
und Stille nah
Und fern von düstern Reden
in Hören und Sagen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Kurzgeschichten